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Religion und Kulte
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Religion und Kulte
In Albyon mit seinem Völkergemisch und seinen verschiedenen Traditionen entstand ein Fülle von religiösen Überzeugungen. Während der Bauer auf dem Land noch den alten Göttern opfert, wie sie vor tausend Jahren verehrt wurden, pflgt der Adel die Religion der Toqui, die sich vor allem in den Städten durchgesetzt hat. Der durchschnittliche Albyoni ist jedoch nicht sonderlich religiös.
Obwohl die meisten Albyonis eine Religion mit gemeinsamen Wurzel haben, sind es im Grunde genommen zwei: Der Kult der Gamolos ("Alte Götter") und der Glaube an die Gamolos und Vraidos.
Gamolos
Die Priesterschaft des Toqui-Pantheons ist mit Ausnahme der Vana-Pristerinnen immer männlich. Die einfachen Kultstätten existieren in den Städten als Gemeinschaftstempel und auf dem Land an besonders markanten Naturerscheinungen wie Findlingen, uralten Bäumen oder Höhlen. Die Zeremonien- und Schriftsprache der Priester ist Altoqua, die alte Sprache der Toqui.
AEd, auch AEar-Xan genannt, erschuf das Universum und die Götter. Er wurde von seinen eigenen Kindern getötet, damit niemand das Geheimnis der Erschaffung der Welt erführe, das AEd in einem Buch mit sieben Siegeln im Zentrum des Universums verborgen hatte. Aus dem Blut des Schöpfers entstand Magira.
Die Kinder AEds wurden zu Göttern:
Xán
Der Sonnengott, Gott der Herrschaft und Ordnung, der Allsehende, Herr des Pantheons. Bei ihm werden Eide abgelegt. Dargestellt wird er als weiße Lichtgestalt. Sein Zeichen ist ein goldener Kreis. Seine Priester kleiden sich in lange, weiße Gewänder. Zeit ihres Lebens sind sie auf der Suche nach Rechtswissen - so ehren sie Xán. Die heilige Zahl des Gottes ist die 1, seine Burg ist Penargent.
Auf einer windumtosten, baumlosen Heide fernab jeglicher Wohnung liegt im Hyvel im Gebiet der Grafschaft Dwyllanes Haed ein ehemaliger Kultplatz der Gothori, den die Toqui nach der Eroberung des Landes ihrem Gott Xán weihten. Die Menhire, die der Legende nach von Riesen errichtet worden sind, heißen Ordalstanes. Hier versammeln sich die Priester des Xán, um ihr Oberhaupt zu wählen. Der Steinkreis dient aber auch als Kalender, als Sternwarte und Gerichtsplatz. An diesem Ort wurde manche Fehde geschlichtet und manch Bürgerkrieg verhindert.
Ylathor
Gott der Dunkelheit, der Nacht und des Winters, Herr der Toten, zugleich grausam und barmherzig, denn er hilft, zu vergessen. Sein Zeichen ist ein schwarzer Kreis. Dargestellt wird er als unkenntliche, schwarzverhüllte Gestalt. Seine in braune, wallende Gewänder gekleideten Priester sind die Bewahrer des Todes und der Vergänglichkeit. Sie erleichtern den Todkranken das Sterben und schicken jedes Wesen, das ins Totenreich gehört, auch dort hin. Sie leiten Beerdigungen und sorgen dafür, dass ein Toter nicht wiedererweckt werden kann. Die heilige Zahl des Gottes ist die 0 (Null), seine Burg Dolvengarth.
Am weslichen Rand des Offa, in der Grafschaft Northern Marches, befindet sich der gut bewachte Eingang zur Ossacomb. Außer den Priestern des Ylathor darf kein Sterblicher die Höhle betreten. Der Ossacomb ist ein gewaltiges Höhlenlabyrinth. Hunderte und Aberhunderte von Gebeinen, Särgen und Urnen liegen in den Kavernen verborgen. Wertvolle Grabbeigaben werden von den Priestern gegen Grabräuber strengstens bewacht. Tückische Fallen sollen zudem den Eintritt Unbefugter verhindern. Die größte Gefahr für die Totenruhe sind damit im wesentlichen habgierige Prister des Ylathor. Nicht jeder ist angesichts der gewaltigen Schätze gegen die Gier gewappnet. Die drakonische und extrem schmerzhafte Bestrafung von Grabräubern ist in ganz Albyon so bekannt, dass daraus die Redewendung bestraft wie ein Grabräuber in Ossacomb entstanden ist.
Irindar
Gott des Donners und der Krieger. Er wird dargestellt als erwachsener Mann mit scharfen Zügen und langem rötlich-grauem Haar. Es wird behauptet, dass er in der Schlacht von Kriegern gesehen wird. Sein Zeichen ist ein blauer Kreis, geteilt von einer silberenen Lanze. Seine Priester tragen gelbe Gewänder. Die heilige Zahl des Gottes ist die 1, seine Burg Waelfast.
Südlich der Stadt Theodhward in der Nähe des Schlachtfeldes Waelstow befindet sich das Hauptheiligtum des Irindar, der Haelrinc Tór. Schon von weitem ist die gewaltige Hügelburg in dem ansonsten flachen Gebiet gut auszumachen. Drei große Erdwälle, jeweils von einer Holzpalisade gekrönt, umgeben ringförmig die Hauptburg. Den Legenden zufolge wurde der Burgberg von einem längst vergessenen Volk errichtet, bevor die Gothori sich in diesem Gebiet ansiedelten. Seitdem wurde er von unzähligen Generationen als Fluchtburg und Heiligtum für eine Kriegsgottheit genutzt. Im Zentrum der Burg steht die 50 Meter lange, 20 Meter breite und 20 Meter hohe hölzerne Halle, innen und außen geschmückt mit Schilden, Waffen, Standarten und Rüstungen, die - häufig als Kriegsbeute - von siegreichen Fürsten und Feldherren, aber auch von einfachen Kriegern, zur Ehre ihres Gottes geopfert wurden. Große Feuerschalen und ein Zaun aus Speeren umgeben des Herzstück im Innern, einen Schrein mit einem Holzsplitter des Speers des Irindar, eines der vier Schätze von Albyon, der seit dem Zeitalter der Finsternis als verschollen gilt. Außer den spartanischen Unterkünften der Priester und Gäste ist noch die Kampfschule zu erwähnen, die von den Priestern unterhalten wird.
Thurion
Gott des Feuers und der Schmiede, dargestellt als ein bärtiger, rothaariger Mann. Wanderer, die sich verirrt haben, treffen mitunter auf seine Schmiede und werden von ihm gebeten, die Blasebälge zu treten. Auf seinem Amboss wird das Schicksal geschmiedet. Sei Zeichen ist ein schwarzer Hammer auf rotem Grund. An ihn wenden sich Menschen in Bedrängnis und ungewissen Situationen. Die Priester tragen schlichte schwarze Kutten. Die heilige Zahl des Gottes ist die 1, seine Burg Firward.
Das Hauptheiligtum des Gottes Thurion ist der Baelscrin. Er liegt im Wes der Grafschaft Wealdscir zwischen Adhelstan und Tidford. Der eigentliche Tempel ist eine schlichte steinerne Halle mit einem Holzdach, in deren Mitte das heilige Feuer geschürt wird. Einziger Schmuck sind die bildlichen Darstellungen Thurions. Neben dem Haupttempel gibt es mehrere kleine Nebentempel. Die Priesterschaft betreibt zwei Schulen, eine für die Schreibkunst und eine für die Schmiedekunst. Rings um den Tempel hat sich eine unbefestigte Siedlung gebildet, in der in ganz Albyon begehrte Waffen, Schmuck und illustrierte Bücher hergestellt werden.
Vana
Göttin der Erde und der Fruchbarkeit. Sie tritt in drei Gestalten auf: Jungfrau, Mutter und Greisin. Sie wird vor allem von Frauen verehrt. In ihrem Kult sind verschiedene Erdreligionen aufgegangen. Ihr Zeichen ist ein dreigeteilter Kreis in den Farben weiß, grün und rot. Die grüngewandeten Vana-Priesterinnen stellen überwiegend die medizinische Versorgung in Albyon sicher. Dadurch genießen sie ein hohes Ansehen. Die heilige Zahl des Gottes ist die 3, ihre Burg ist Haelfarn.
Die drei Hauptheiligtümer der Vana gehen auf heilige Stätten zurück, die bereits von Gothori und Illyiontern für ihre Mutter- und Erdgottheiten genutzt wurden.
Unweit von Beornanburgh im Brocendias liegt Faemnewell. Ursprünglich stand hier ein hölzerner Tempel der illyiontischen Göttin Niana. Das Gebiet von Faemnewell umfasst einen größeren bewaldeten Hügel und eine Quelle. Alle Gebäude sind aus Holz. Die drei Kultstätten, in denen Vana in ihrer jeweiligen Gestalt verehrt wird, liegen an der Quelle, auf einer kreisförmigen Lichtung und an einem uralten Baum. Die Quelle steht für die jungfräuliche Göttin, die Lichtung für die Mutter, der Baum für die Greisin.
Inmitten des Weald, norlich der Stadt Adhelstan liegt inmitten eines Waldes eine Lichtung mit uralten Menhiren, der Mahearg. Wie auch in Faemnewell sind die Gebäude der Priesterinnen aus Holz.
Ealdeard liegt inmitten des Brocendias in der Grafschaft Brocwold. Ein Gebiet uralter Bäume, meist Eichen, werden von einer langen, sehr alten Steinmauer umfasst. Die hölzernen Gebäude der Priesterschaft stehen außerhalb des Steinwalls links und rechts einer Prozessionsstraße, die zum einzigen Tor in dem Steinwall führt. Innerhalb des Steinrings leben mehrere Scardics, gewaltige Bären mit einer für Tiere erstaunlichen Intelligenz. Nur einige Priesterinnen dürfen durch das Tor ins Innere des Steinwalls. Ein Priesterin hält immer Ausschau nach Scardics, bei deren Erscheinen das Tor geöffnet wird, damit diese hinein- oder hinausgelangen können. Das Erscheinen der Scardics wird dabei als Orakel gedeutet.
Dwyllan
Gott des Meeres. Er tritt entweder als ein rothaariger Junge oder als Riese mit grünem Haar auf, begleitet von einem Rudel geschuppter Hunde. Das Heulen des Sturmes ist seine Stimme. Sein Zeichen ist ein Kreis, geteilt von einer Wellenlinie, oben grau, unten grün. Seine Priester tragen Gewänder in verschiedenen Blau- und Grüntönen und halten sich üblicherweise in Meresnähe auf. Die heilige Zahl des Gottes ist die 2, seine Burg Glashalla.
Dem Meeresgott Dwyllan sind zwei Hauptheiligtümer gewidmet: Pendwyllan auf der Halbinsel Dwyllanes Haed am Hymir und Heondeghyll südlich der Stadt Fiorinde am Meer der Träume.
Der Pendwyllan ist ein Kapfelsen mit dem Aussehen eine bärtigen Mannes, der von unzähligen Generationen von Steinmetzen aus dem Fels geschlagen wurde. Entlang und im unteren Teil des Felsgesichtes wurden Haken geschlagen. An ihnen hängen an Seilen Körbe mit den Leichnamen der Dwyllanpriester und anderer Dwyllan-Anhänger, denen diese besondere Ehre zuteil wurde. Nachdem Wind und Wetter das dünne Seil zerschlissen haben, stürzt der mit Gewichten versehene Korb ins Meer. Auf der Spitze des Kaps liegt eine uralte Fluchtburg aus der Zeit der Gothori, die nun als Tempel genutzt wird. Wichtige kultische Handlungen werden direkt auf der Spitze des Kapfelsens, den nur die Dwyllan-Priester betreten dürfen, vollzogen, so dass die Gläubigen meist mit Booten und Schiffen kommen, um diese zu verfolgen.
Die Heondeghyll ist eine große Grotte am Firth of Ierné. Sie hat ihren Namen von den Begleitern des Gottes Dwyllan, den geschuppten Hunden. Die Grotte ist die unterirdische Mündung des Flüsschens Lyndwal. Sie endet in einer Schlucht mit steilen Abhängen und ohne natürlichen Zugang. Der Fluss stürzt über 50 Meter tief in die Schlucht hinab, um dann durch die Grotte ins Meer zu fließen. Da die Priester die Zugänge streng bewachen, ist so gut wie nichts darüber bekannt. Man weiß jedoch, dass die Priester ihre Toten in Körbe legen, die bei abfließendem Wasser ins Meer getragen werden. In der Schlucht wird Dwyllan vor allem in seiner zweiten Erscheinungsform verehrt, nämlich als rothaariger Jüngling.
Vraidos
Dazu tritt als "jüngerer" Gott Vraidos. Die schriftliche Überlieferung der Toqui, die Toquiana, berichtet, wie ein Mythane namens Vraidex der erste Hochkönig der Toqui wurde. Nach dem Tod seiner Frau Deirdre Briagha verfiel er dem Wahnsinn.
Während die einen behaupten, dass Vraidex dem Fluch der Götter verfiel, weil er versuchte, die Tote wieder zum Leben zu erwecken, sagen die anderen, er habe dadei das furchtbare Geheimnis ergründet, weshalb die Welt geschaffen wurde. Und es heißt weiter, dass Vraidex, dies wissend, selbst zum Gott geworden sei, der letzte unter den Göttern und zugleich der mächtigste. So wurde aus Vraidex Vraidos der Träumer, Meister der Illusion, Richter über Traum und Wirklichkeit. Was nun der Wahrheit entspricht, weiß nur der Sohn von Vraidos und Deirdre Briagha, der Halbmythane Miramon. Die heilige Zahl des Gottes ist die 7, seine Burg Dremstow.
Zentren des Kultes befinden sich in allen Städten. Sie sind erkenntlich an ihren Heiligtümern mit dem kuppelüberwölbten Zentralraum. Getragen wird der Kult von der Gemeinschaft des Träumers mit zahlreichen Klöstern für Mönche und Nonnen. Hinzu kommen der Orden der Kriegermönche zu Prioresse und die Ordensritter des Träumers. Prioresse ist das älteste und beteutendste Kloster. Es ist zugleich Wallfahrtsort und größte Bibliothek. Dort wird auch der Kelch der Myra aufbewahrt, einer der vier heiligen Schätze von Albyon.
Bei den anderen Reliquien handelt es sich um das Schwert Delgard Mór's, der im hölzernen Thron des vertriebenen Königs Elrod steckt, der Stein des Miramon, der sich nunmehr im Besitz von Chief Alvir MacBeorn befindet und den verschollenen Speer des Irindar.
Der Varidos-Kult vollzieht im Laufe des Jahres in einer Reihe von Opferfeiern die Stationen des Menschenlebens nach. Das heilige Jahr endet um die Zeit der Wintersonnenwende mit der Nachvollziehung des Wahnsinns des Vraidos, ein sieben Tage währendes Fest. Vraidos wird dargestellt als ein junger Mann mit Haar aus flammendem Gold. Sein Zeichen ist ein goldener Kreis, in dem aus den sechs Himmelsrichtungen goldene Pfeile ins Zentrum weisen, auf grünem Grund. Die Mönche und Nonnen tragen graue Kutten, die Kriegermönche schwarze und einen Irokesenschnitt.
An oberster Stelle - jedoch nur symbolisch - steht als Meister der Gemeinschaft der König von Albyon. Eigentliches Oberhaupt ist der Erzabt von Prioresse, der vom Generalkapitel auf Lebenszeit gewählt wird. Die Äbte der anderen Klöster werden vom dortigen Kapitel gewählt, müssen jedoch vom Erzabt bestätigt werden. Man unterscheidet Priesterbrüder, Ritterbrüder, Laienbrüder (sonstige Brüder einschließlich der Kriegermönche) und Kleine oder Mindere Brüder (bzw. Schwestern). Letztere sind Analphabeten, die als Bauern und Handwerker im Kloster leben. Die Gemeinschaft des Träumers ist eine Schriftreligion, d.h., sie stützt sich auf die Auslegung ihrer heiligen Schriften, als da wären: das Lebor Ruadim (Buch der Lords, Verfasser Miramon, magisch, schreibt sich selbst), das Lebor Vraidex (Buch Vraidex, Verfasser: Miramon, 932 nK-935 nK), die Toquiana (Das Lied der Toqui, Verfasser: Miramon, 1045 nK-1050 nK), das Gesta Albyonum (Enzyklopädie von Albyon, Verfasser: Kyrion von Ikoneum, Erzabt von Prioresse, entstanden im Zeitalter der Finsternis), die Annalen (Jahrbücher, Verfasser: diverse, seit 14 ndF Ursinian von Innisfarne). Da die Gemeinschaft des Träumers sich der Wissenserhaltung verschrieben hat, werden jedoch auch viele andere Werke unermüdlich gesammelt und kopiert, z.B. das Gesta Gothari Cyninges (Buch der Könige der Gothori, Verfasser: Wynfred of Dolvenbearn), der Codex Tiburanos (Gesetzes- und Geschichtssammliung des letzten chryseiischen Königs vor der Finsternis Tiburanos.
Das Mönchsgelübde umfasst eine ganze Reihe von Regeln, deren Nichteinhaltung meist maßvolle disziplinarischen Maßnahmen nach sich ziehen.
Die Aufgaben der Mönche und Nonne sind mannigfaltig: Buchmalerei, Kpie von Werken, Sammlung und Niederschrift alles Wissenswertem aus Geschichte, Natur, Technik, Tier- und Pflanzenwelt, Mythen und Legenden, fremden Völkern. Magie wird studiert, jedoch nicht praktiziert, Choräle komponiert, eingeübt und gesungen. Hinzu kommen Seelsorge, Bestattung Firmung, Hochzeiten und die Führung von Hospitälern, Schulen, Waisenheimen, Altenheimen, Blindenheimen, etc.
Die heiligen Riten dürfen nur von Priestern unter den Nonnen und Mönchen durchgeführt werden. Priester wird man durch Absolvierung der Priesterschule, die an die größerern Klöster angebunden ist.
Es gibt aber auch Eremiten, die ohne Absolvierung der Priesterschule augfgrund ihrer Weisheit als Priester anerkannt werden.
Die Aufgabe der Kriegermönche ist der Schutz von Klöstern und Geleitschutz für Kleriker und Pilger.
Die Ordensritter des Vraidos tragen weiße Kutten. Sie haben die gleichen Aufgaben wie die Kriegermönche, werden aber auch zu anderen herangezogen, wie z.B. dem Bannen eines Dämons.
Verhältnis zwischen Gamolos und Vraidos
Das Verhältnis zwischen den Priesterschaften ist zwiespältig. Zwar gehören alle Götter dem gleichen Pantheon an, aufgrund unterschiedlicher Interpretationen des Status ist jedoch eine beträchliche Distanz entstanden.
Aufgrund seiner überlegenen Organisation drängt der Vraidos-Kult den Gamolos-Kult langsam in den Hintergrund. Auch dadurch dass die Kulte von den Spenden ihrer Gläubigen leben, wird der Vraidos-Kult aufgrund der zum Teil recht großzügigen Landschenkungen der Adligen bevorzugt. Auch verdrängen die Vraidos-Mönche die Xán-Priester als Rechtskundige, die Vana-Priesterinnen als Heilkundige und bei Hochzeiten und Geburten, die Ylathor-Priester bei Beerdigungen.
Sekten
Abschließend wären noch die zahlreichen Sekten und Eremiten zu nennen, die sowohl große Weisheit, als auch völligen Blödsinn verkünden können. In Albyon herrscht grundsätzlich Religionsfreiheit. Die überwiegende Zahl ist harmlos, einige jedoch, wie die Söhne Damballah's treten militant auf, verehren Dämonenfürsten oder bringen Menschenopfer dar. Die größte Sekte dürften die Synarchäer sein. Ferner befindet sich im Brocendias der vergessene Kultplatz der Kinder Yllmar'yons.
Jenseitsglaube
Der Jenseitsglaube der Albyonis ist aus den verschiedenen Einflüssen entstanden, die die Toqui bei ihrer langen Wanderung von der untergegangenen Insel Alba auf der Alten Welt zur Südlichen Welt, von dort zur Westlichen Welt und wieder zurück zur Alten Welt aufnahmen sowie ein Rückgriff auf die Vorstellungen der Gothori und Illyionter, in deren Gebiet die Toqui siedelten und mit denen sie sich vermischten.
Der am meisten verbreitete Glaube unter den Albyonis hat quasi zwei Konfessionen: der Glaube an die Gamolos (Alte Götter) und der Glaube an Vraidos (unter Einschluss der alten Götter). Der Jenseitsglaube ist jedoch annähernd gleich.
Zum Jenseits, d.h., zu der namenlosen Welt, die parallel zu Magira existiert, gibt es viele Zugänge. Das Jenseits ist immer in der Nähe, der Übertritt von Magira dorthin recht leicht, angesichts einer Welt voller Gewalt, Unwissen und Krankheit kein Wunder. Im umgekehrten Falle, also eine Rückkehr ins Land der Lebenden, bedarf in der Regel eines göttlichen Eingriffs. An einigen Orten, z.B. an solchen, an denen grausame Verbrechen begangen wurden oder aber auch an besonders heiligen Stätten liegen solche Pforten zum Jenseits und es besteht eventuell die Möglichkeit, mit dem Reich der Toten zu kommunizieren.
Aufgabe der Angehörigen und Priester ist es, den Toten den Weg ins Jenseits zu erleichtern, denn sie müssen alle erst durch das Land der Ödnis zu dem Ort ihrer Wahl. Daher werden ihnen häufig wertvolle Beigaben mit ins Grab gegeben, insbesondere Waffen und Schutzamulette oder die Gräber werden in Schiffsform angelegt.
Im Jenseits, d.h., in der Urwelt, die der Schöpfergott AEd einst kreierte, leben die Götter, jeder einzelne besitzt eine eigene "Burg".
Diese Burgen sind keine eigentlichen Festungsanlagen, sondern von Titanenmauern umgebene Landstriche, die sogar Meere beinhalten können. Sie werden von den Toten bewohnt, denen der jeweilige Gott wohl gesonnen ist. Jede Burg hat einen Wächter, der die Verstorbenen hineinlassen oder aber auch abweisen kann. Manchmal werden den Toten Prüfungen auferlegt, da sie sich noch nicht würdig erwiesen haben. Diese kehren eventuell als Geister zurück nach Magira und müssen dort ausharren, bis ihre Prüfung erfolgreich beendet wurde. Wer jedoch von keiner Burg aufgenommen wurde, der muss in dem Landstrich ausharren, der zwischen den Burgen liegt, in stinkenden Sümpfen, öden Wüsten, eisigen Tundren, lichtlosen Höhlen oder zwischen kochenden Lavaströmen, bevölkert mit monströsen, böswilligen Kreaturen (Dämonen, Teufel), die ihre hilflosen Opfer peinigen. Dort irren diejenigen herum, die einst ein ruchloses Leben auf Magira führten.
Der Götter Burgen sind:
" Penargent ("Silberkopf"): Die Burg des Xán, ein heller Ort in luftiger Höhe, in der die Gelehrten und Weisen freundschaftlich miteinander disputieren und auf das Treiben auf Magira herabschauen können.
" Haelfarn ("Heilsblatt"): Die Burg der Vana, voller wohlhabender Bauern, glücklicher Frauen und Kinder, eine Art Schlaraffenland.
" Gláshalla ("Grünhall"): Die Burg des Dwyllan, das Reich der Ertrunkenen, die mit Schiffen immer neue paradiesische Inseln entdecken.
" Firward ("Feuerwacht"): Die Burg des Thurion mit seinen Handwerkern aber auch Abenteurern, die nach wie vor Herausforderungen lieben und in seiner labyrinthartigen Burg umherstreifen können.
" Waelfast ("Kampffels"): Die Burg des Kriegergottes Irindar, dort kämpfen sie immer wieder die gleichen Schlachten und feiern danach die gleichen Siege. Der Zugang zur Burg führt über die "Brücke der Schwerter".
" Dremstow ("Traumstatt"): Die Burg des Gottes Vraidos unterscheidet sich maßgeblich von denen der alten Götter. Hier schafft sich der Tote das Paradies nach seinem Geschmack, nicht umsonst ist Vraidos der Gott der Träume und Meister der Illusionen. Hier sammeln sich der Adel und - zunehmend - die Stadtbürger, aber auch viele Kinder, insbesondere die Waisen. Für die Gamolosianer, die nicht an Vraidos glauben, ist diese Burg nicht sichtbar.
" Dolvengarth ("Hügelgrabwacht"): Ylathor hingegen ist der barmherzige Totengott. Er nimmt jeden in sein Reich auf, der er es will, selbst die Ruchlosen, nachdem sie seiner Meinung nach genug gelitten haben. In seiner Höhle liegen die Toten in einem ruhigen Schlaf.
Magie
In allen großen Städten Albyons gibt es Schulen der Magie, deren Aufgabe es ist, Magier auszubilden und über praktizierende Magier zu wachen. Die Rektoren der Schulen und der von den Rektoren gewählte Erzmagier von Albyon bilden den Hohen Rat, der einmal im Jahr tagt. Er setzt neue Rektoren ein, gründet neue Schulen, spricht Recht über Verfehlungen von Meistermagiern und bestimmt, welche Magie erlaubt und welche verboten ist.
Im allgemeinen ist Magie, welche sich mit Nekromantie, dem Binden von Seelen, der körperlichen oder seelischen Versklavung oder allgemein der Zerstörung widmet, verfehmt. Hinzu kommt das Verbot des Erschaffens von Lebewesen. Eine spezielle Gesetzgebung existiert nicht. Jeder Einzelfall wird nach Präzedenzfällen abgeurteilt. Normalerweise werden dem Überführten die zur Last gelegten magischen Kenntnisse mit dem Zauber Vergessen genommen. In Fällen von Nekromantie oder anderen schweren Fällen können auch Todesurteile ausgesprochen werden.
In ganz Albyon dürften - einschließlich der Zauberlehrlinge - etwa 3.600 Magier leben. Sie gehören normalerweise zum Mittelstand und gehören in den Städten zu den geachteten Bürgern. Vom gemeinen Landvolk werden sie eher mit Furcht oder Argwohn betrachtet, der Adel empfindet eher Geringschätzung. Nur die wenigsten Magier werden daher in den Adelsstand aufgenommen. Die meisten Magier müssen von ihrer Kunst leben und beschäftigen sich daher vor allem mit Zaubern zur Heilung von Mensch, Haustier und angebauten Pflanzen, mit der Beeinflussung des Wetters und der Sicherung von Haus und Hof. Manche Magier werden von vermögenden Adligen als Hofzauberer beschäftigt.
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